Hoffnung auf ein neues Miteinander
Die Dorferneuerung Markt Berolzheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen wurde mit dem Staatspreis – Anerkennung 2007/2008 in der Kategorie „Besondere gemeinschaftliche und öffentliche Leistungen“ ausgezeichnet. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat zu diesem Anlaß das Projekt mit folgendem Inhalt gewürdigt:
In den Arbeitskreisen der Dorferneuerung stellten sich die Berolzheimer auch den dunklen Seiten ihrer Geschichte. 1900 betrug der Anteil der jüdischen Bevölkerung in Markt Berolzheim 8,9 Prozent. Das neue errichtete Sühnemal „In der Hölle“ erinnert an die Vertreibung und Ermordung der jüdischen Mitbürger sowie an die ehemalige Synagoge, die an diesem Platz stand und 1938 zerstört wurde.
Der Künstler hat das Symbol des Judentums (Davidstern) auf das Symbol des Christentums (Dreieck-Symbol der Trinität) gelegt und sein Kunstwerk mit einem aaronitischen Segensspruch versehen. Damit bringt er zum Ausdruck, dass das Schicksal vieler Juden auf der christlichen Kultur lastet. Das fließende Wasser symbolisiert Reinheit und Wiedergeburt sowie Hoffnung auf Leben und Miteinander von Juden und Christen. Zur Einweihung kamen sogar überlebende Mitglieder der jüdischen Gemeinde und deren Nachfahren aus den USA. Das Sühnemal hat inzwischen seinen festen Platz im Alltag des Dorfes, nicht nur an Gedenktagen.
Dorferneuerung Markt Berolzheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen
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